Dienstag, 15. November 2016

Hoher Besuch im Stift

atthias Richter, künstlerischer Leiter des Cour de Cassel, war am Wochenende im Stift Klosterneuburg, um ein Projekt vorzustellen, das er mit seiner Truppe im kommenden Jahr anläßlich des 300sten Geburtstages von Maria Theresia bei uns im Haus umsetzen möchte. Ich stand Matthias vor einiger Zeit beratend zur Verfügung, als er die Chortracht für einen Kardinal des 18. Jahrhunderts anfertigte (Ich berichtete bereits einmal). Und weil das Stift sich ganz gut als Kulisse für eine Photo-Session eignet, hat er die Kardinalskleider am Wochenende mitgebracht. Es war eine amtliche Photographin vor Ort, aber ich habe selbst auch ein paar Bilder gemacht, die ich nun hier poste:



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Montag, 7. November 2016

Herbstlich geht es weiter...

uch auf meinen neuesten Stück herrscht eine eher ruhige, herbstliche Stimmung. Auch dieses Teil ist bereits über ein Jahr alt und hat deftig viel Überarbeitung, Neu-Arrangement und Bastelei erfordert, bevor es mir gefiel. Jetzt gefällt es mir, also lasse ich es auf die Öffentlichkeit los. Das Stück heißt "Wo die Schatten auf ihre Dinge treffen" und reinhören könnt Ihr wie immer hier.

Mittwoch, 2. November 2016

Allerseelen

er Himmel hängt tief und grau wie ein Meer von Tauben. Die Luft ist mit silbernen Fäden durchwirkt. Das Gespräch zweier Krähen schwebt den Wind hinab, ruht für einen Augenblick auf meiner Schulter, gleitet zu Boden und verliert sich im Laub. Brillanten tropfen von den Zweigen kahler Pappeln. Der vernebelte Tag überreicht seine Stille dem herbeieilenden Abend. Letzte Blätter fallen. Letzte Blätter werden beschrieben. Die Vergangenheit verkriecht sich zum Winterschlaf in mein Herz. Wecke nicht die Erinnerungen!

Donnerstag, 27. Oktober 2016

Herbsteleid...

enn Ihr in diesem Jahrhundert nur ein einziges Stück von meinem Soundcloud-Profil hört, dann stellt sicher, daß es dieses ist. Die Ur-Version entstand schon vor anderthalb Jahren in meiner "Ich probier mal ein wenig mit Garageband herum"-Phase. Das Teil wurde dann immer wieder verändert, mutierte zum Pop-Song, der mir aber nicht gefiel, verschwand für ein halbes Jahr in der Schublade und wurde dann während der letzten drei Monate so lange behandelt, gestreichelt, verdroschen, angefleht und bestochen, bis es endlich das Stück war, das es immer schon sein sollte. Es ist ein wenig anders als das Zeugs, das ich bisher veröffentlicht habe. Aber diejenigen, die meine eher entspannenden Sachen mögen, werden wahrscheinlich auf ihre Kosten kommen. Ich habe auf jeden Fall das Gefühl, daß mir hier zum ersten Mal ein "Wurf" gelungen ist. Naja... Hört halt selbst mal rein. Das Stück heißt "Whiskey/Zigaretten/Verlust" und Ihr findet es hier.

Freitag, 21. Oktober 2016

"... neu denken"

ch habe eben gelesen, daß die Gemeinde St. Michael sich mit einem Fragebogen an die Menschen in Werdohl und Neuenrade (Bistum Essen) wenden möchte. Unter dem Titel "Kirche neu denken" will man herausfinden, was die Menschen sich heute von der Institution Kirche wünschen. Wer sich jetzt spontan fragt, warum von Jesus nicht berichtet wird, daß er mit einem Fragebogen durch die Lande zog, dem sei gesagt, daß Jesus eher Antworten als Fragen bereit hatte. Was dann gleich zu einem weiteren interessanten Projekt führen könnte: Einer To-Do-Liste mit dem Titel "Glauben neu leben", die den Leuten kurz, bündig und verständlich beschreibt, was Christus sich heute (und gestern und morgen) von den Menschen wünscht.

Ob z.B. "Liebet eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen" es allerdings mit "Her mit der Frauenweihe und weg mit dem Zölibat" aufnehmen kann?

Montag, 17. Oktober 2016

Entspannung...

ieses Stück basiert auf einer Akkordfolge und einer Melodie, dich ich bereits vor fast 30 Jahren für die Band komponiert habe, in der ich damals Keyboard spielte. Es ist mittlerweile ein komplett anderes Teil geworden: Von solidem Rock zu schlagzeugloser Entspannung. Ich weiß immer noch nicht genau, ob und wie weit man seine eigenen Werke gern haben bzw loben darf, aber An Deinen Quellen, o Niemandsland gehört schon eher zu den Stücken, von denen ich ziemlich angetan bin. Reinhören könnt Ihr hier.

Donnerstag, 13. Oktober 2016

Fragen...

or ein paar Wochen habe ich einen Ausschnitt aus einem Interview mit dem britischen Schauspieler und bekennenden Atheisten Stephen Fry gesehen. Er wurde gefragt, wie er denn reagierte, wenn er nach seinem Tod plötzlich vor Gott stünde. Ich bekomme seine Antwort nicht mehr genau hin, aber es ging so in die Richtung "Ich würde ihn fragen, warum er es zuläßt, daß es Kriege gibt und Hunger und wie es sein kann, daß Kinder unter dieser oder jener grauenvollen Krankheit leiden". Er wirkte dabei nicht unsüffisant und hatte diese komische, zugleich stolze und betroffene 'Dann wird dem Sky Daddy ENDLICH EINMAL jemand diese Fragen stellen'-Miene drauf.

Ich stellte wenige Minuten später fest, daß ich Gott auch genau diese Fragen stellen werde (also jetzt mal angenommen, daß ich die Gelegenheit bekomme).

Weil ich weiß, daß ich eine befriedigende Antwort darauf erhalten werde.

Donnerstag, 6. Oktober 2016

Herbst-Kollektion

it dem Wechsel der Jahreszeiten ändert sich auch die Musik. Die sommerlichen Synthie-Pop Zucker-Opern haben jetzt erst einmal Pause. Stattdessen packe ich etwas ruhigeres, gloomigeres und manchmal vielleicht auch experimentelleres Zeugs aus. Um Euch den Übergang etwas leichter zu machen, ist das aktuelle Stück schon noch ein wenig unkompliziert und melodisch. Immerhin könnt Ihr Euch schon einmal an die neue Cover-Gestaltung gewöhnen. Das Stück heißt "Der Pfad" und reinhören könnt Ihr hier.

Dienstag, 4. Oktober 2016

Bilder-Dienst

eute gibt es noch einmal eine Ladung Photos, die ich während der vergangenen Wochen auf facebook veröffentlicht habe, die aber auch traditionsgemäß hier gezeigt werden sollen, für all jene Leser, die nicht auf facebook mit mir in Kontakt sind.

Zuerst einmal Bilder einer kleinen Serie mit dem Titel "Variationen":








Dann ein wenig Farbschwindelei:






Bilder aus dem Stiftsgarten sind auch dabei:







Und zum Schluß vier Bilder, die ich mit einem Ölgemälde-Filter bearbeitet habe:




Montag, 3. Oktober 2016

Der Herbst

r fällt in ungezählten Blättern und ungemeßnen Tropfen. Er fällt durch Linsen und durch Pinsel, durch Reime und Akkorde. Er fällt in das Gemüt und auch in den Verstand. Er hebt mich in kürzer werdenden Tagen dem Wolkengrau entgegen. In vogelstillen Nächten wartet er geduldig draußen, vor dem gekippten Fenster. Der Herbst kommt und ergreift Besitz. In fieberfreiem Tanz, mit wohl gemessenen Farben legt er sich übers Land, dort, wo es grün war und bald schon kahl sein wird. Er würzt die Gedanken und die Luft und nimmt wissend lächelnd immer wieder die gleichen Lieder aus unseren Herzen entgegen. "Ach, wär's doch schon so weit", singen die Einen. "Noch nicht," singen die Anderen. "Geh nicht nochmal fort", sage ich, dreh mich um und sehe einen späten Stern am Dämmerhimmel.