Montag, 12. September 2016

Keine Fragen mehr!

der besser gesagt: Nur noch 12 Fragen! Denn dann wißt Ihr dank des ultimativen, definitiven und endgültigen Persönlichkeitstests ganz genau, welcher Schwester-Robusta-Charakter Ihr seid und könnt künftig wieder ganz ruhig schlafen... Die Fragen findet Ihr hier.

Dienstag, 6. September 2016

Interview-Zeit!

igentlich wollte ich ja ein paar Worte zu dieser sich zumindest in puncto Titelwahl erstaunlich ehrlich gebenden Aktion loswerden. Aber im Lager der "Hätte Maria abgetrieben..."-Johler ist man mittlerweile so weit abgedriftet, daß jeder Annäherungsversuch an die... die... naja... unter Vorbehalt nenne ich es mal "Denke"... solcher Gestalten unweigerlich sofort den übelsten Mindfuck zur Folge hätte.

Da trifft es sich natürlich gut, daß mein Auslandskorrespondent Smarty McSuave mittlerweile so gut Deutsch spricht, daß ich ihn auch im Inland einsetzen kann. Ich schickte ihn also los, damit er mir irgendeine heiße Story zum diesjährigen Marsch für das Leben in Berlin ausgräbt. Und siehe da: Er hat doch tatsächlich eine Interviewpartnerin gefunden, nämlich eine junge Dame, die irgendwie dem Kreise jener zuzuordnen ist, die am 17. September in Berlin gegen den Marsch für das Leben demonstrieren, protestieren und agieren wollen. Sie hat sich bereiterklärt, schonungslos ehrlich auf Smarties Fragen zu antworten, wenn sie unerkannt bleiben darf (also wenn ihr Gesicht auf dem Photo unvermummt gezeigt wird) und wenn ihr richtiger Name nicht genannt wird. Darauf haben wir uns natürlich gerne eingelassen. Smarty! Leg' los!

McSuave: Ja, hallo allerseits aus dem totaliter-aliter-Studio in Berlin! Wir haben uns ja länger nicht gehört. Umso mehr freut es mich, daß Sie wieder eingeschaltet haben! Springen wir also gleich in die heutige Sendung! Bei mir sitzt Kerstin Sploinkentoink. Sie ist seit Jahren eine queerfeministische, antifaschistische Aktivistin und wird uns heute ein wenig über ihren Werdegang erzählen. Ich hoffe auf spannende und informative Minuten! Grüß Dich, Kerstin!

Sploinkentoink: Hmm...

McSuave: Kerstin, erzähl uns doch mal ein wenig, wie du so in die Szene reingekommen bist.

Sploinkentoink: Also, das fing eigentlich ganz harmlos an, damals in der Schule. Wir hatten ein Dritte-Welt-Projekt und ich habe im Text für einen Slogan irgendwo die Vorsilbe "ver" durch "fair" ersetzt...

McSuave: Aaaah! Die gute, alte Einstiegsdroge!

Sploinkentoink: Konnte ich ja damals nicht wissen...

McSuave: Natürlich nicht. Und wie ging's dann weiter?

Sploinkentoink: Naja... Ich kam mir natürlich erst einmal total kreativ und clever vor, weil ich so ein Wortspiel hingelegt hatte. Das ist irgendwie ein echt geiles Gefühl, vor allem, wenn plötzlich andere darauf aufmerksam werden und dich bestätigen. Wenn das dann noch Leute sind, die schon länger linkskreativ texten und dich mit weiterem Material und mit Tips versorgen können, dann gerätst du ganz schnell in so 'ne Szene rein, wo total viel Bestätigung abgeht und gleichzeitig das Gefühl vermittelt wird, die Welt echt voll besser machen zu können.

McSuave: Das ist sicherlich erst einmal befriedigend...

Sploinkentoink: Voll! Daher habe ich auch weiter Zeug konsumiert. Ich habe ein wenig mit Formulierungen wie "patriarchalisch-bürgerliche Herrschaftsverhältnisse" oder "queerfeministische Selbstbestimmung" oder auch "mittelalterliche, menschenverachtende Fundamentalisten" herumgespielt.

McSuave: Krass...

Sploinkentoink: Das ist noch gar nichts! Ich bin bald auf Flyer umgestiegen, habe die Dinger Tag und Nacht gelesen und sogar gesammelt. Schließlich habe ich angefangen, mit Kumpels in einer kleinen Druckerei in Friedrichshain das Zeug selbst zu produzieren!

McSuave: Boah!

Sploinkentoink: Es kamen dann auch bald Plakate dazu, und irgendwann gab es dann kein zurück mehr. Mein Freund hatte schließlich Kontakt zu Leuten hergestellt, die uns mitnehmen konnten zu einer Demo, auf der wir Sache rufen konnten wie "Hätte Maria abgetrieben, wärt ihr uns erspart geblieben!" oder "Könnten Männer schwanger werden, wäre Abtreibung längst ein Grundrecht!" und auf der man sich in totaler Todesverachtung supermutig langsam und schweigend dahergehenden Menschen von oft mittlerem bis gehobenem Alter in den Weg stellen bzw setzen kann.

McSuave: Hardcore!

Sploinkentoink: Man merkt halt einfach gar nicht, wie schnell man da tief reinrutscht. Man hängt mit Leuten ab, die genauso drauf sind, wie man selbst und kriegt keine widersprüchlichen Impulse von außen, die irgendwie als gültig oder überdenkenswert anerkannt werden. Man hat ein ganz klares Feindbild und muß sich natürlich auch verkrampft daran festhalten, damit die eigene Sache weiterlebt und man weiter diese geile Bestätigung kriegt, zu den Guten zu gehören. Dafür blockiert man dann gerne auch mal eine genehmigte Demo, bombardiert schweigend gehende Leute mit übelsten Beschimpfungen, reißt Leuten Holzkreuze aus der Hand und zertritt sie oder ruft dazu auf, Ballons mit verdorbener Milch zu werfen. Überhaupt ist es so, daß das Interesse der Gegenseite auf Toleranz exakt da endet, wo die eigenen Gefühle einsetzen. Irgendwann ist man dann soweit, daß man nur noch eines ganz genau weiß: Die Welt wird untergehen, wenn ich mich nicht während jeder Sekunde mit aller Macht gegen diesen undurchdringlichen und undurchschaubaren Sumpf aus braun-christlicher Hetze, gnadenloser Frauenunterdrückung und enthemmter Gehirnwäsche stelle!

McSuave: Das macht bestimmt entspannt, dialogbereit und vernünftig...

Sploinkentoink: Nicht wirklich. Das macht eher... Hey, Moment mal! War das etwa ironisch gemeint, Macker?

McSuave: Aber nicht doch... Kerstin! Bleib doch fairnünftig [** kicher **]!

Sploinkentoink: Okay... Jetzt reicht's! DAS... IST... NICHT... LUSTIG!!! Ich fühle mich so ausgenutzt! Kapierst du Chauvisau denn nicht, daß ich in der ganzen Geschichte das Opfer bin? Ich kann nicht glauben, daß Du mich in meiner Verletztheit hier sitzen läßt und mich runtermachst! Ich...

McSuave: Sehr geehrte Damen und Herren! Ich bedanke mich für ihr Interesse! Wir schalten zurück nach Klosterneuburg...

Sploinkentoink: "Damen und Herren"... Mal wieder typisch! Und was ist mit all denen, die sich weder als Mann oder Frau identifiz [** mikro-abdreh **]

Samstag, 27. August 2016

When we were young...

ch habe in meinem Leben in genau zwei Bands gespielt, habe also schon mal doppelt so viel gemacht, wie ich mir mit 12 oder 13 Jahren (als ich zum ersten mal Depeche Mode gehört habe) ursprünglich vorgenommen hatte. Die erste Band war eine Synth-Pop-Combo aus Düsseldorf (1984-1987), mit der ich immerhin drei kurze Demos aufgenommen und ein anständiges und amtliches Konzert im Zakk gespielt habe. Die zweite Band war eine Indie-Rock-Band aus Freiburg i.Br. namens "The Sons". Ich habe da von 1987 bis 1989 Keyboard gespielt, aber die Band hat vorher schon und nachher auch noch ein wenig existiert. Wir haben damals eine handvoll Konzerte in Freiburg und Frankreich gespielt und haben auch zwei schicke Demos aufgenommen. Und wir hatten eine ausgedehnte Photo-Session, weil wir unsere Demos auch an ein paar Labels verschicken wollten und da natürlich nachdrücklich darauf hinweisen mußten, daß wir nicht nur coole Songs komponierten, sondern auch voll nach Teenie-Ohnmacht aussahen! Von genau dieser Photo-Session stammt dieses Bild. Das war eine hammergeile Zeit mit den Jungs! Danke für die Erinnerungen an (v.r.n.l.) Thomas (Schlagzeug), Roland (Gitarre), Wolfgang (Bass) und Achim (Gesang). Ganz links der blutjunge Herr Alipius, damals noch Claus.


P.S.: Ich habe dieses Bild mit diesem Text gestern auch schon auf facebook geteilt, aber da ist es - aus welche Grund auch immer - nur in meiner Timeline erschienen und nicht auf der allgemeinen Wall. Weil ich aber erstens das Bild zu cool finde und weil es zweitens streng genommen auch ein Geburtstagsgeschenk war, poste ich es jetzt nochmal hier auf dem Blog mit entsprechenden Hinweisen auf facebook, in der Hoffnung, daß dieses Mal nicht irgendwelche komischen Algorithmen die gar köstliche Information von geneigten Lesern und Hinguckern fernhalten.

Samstag, 20. August 2016

Bevor der Sommer geht...

o lange die Tage noch lang sind und die Temperatur einigermaßen hoch ist (zumindest hier bei uns in Klosterneuburg), drücke ich noch schnell ein eher flottes Lied ab, welches gefälligst einlädt zum Autofahren bei offenem Verdeck.

Das Stück heißt Landstaße. Reinhören könnt Ihr hier, und zum Anschauen gibt's wie immer das Cover:


Samstag, 13. August 2016

... und warten immer noch

ewohnt von Geistern aus Fleisch und Blut lärmen Erinnerungen, die ich besitze, obwohl es nicht die meinen sind. In großen Stiegenhäusern treiben steinerne Gespensterchen Unfug. Sie werden sich zum richtigen Zeitpunkt zu mir gesellen, um die farbenfrohen Schattenschnitte aus meiner Vergangenheit anzustarren. Von gestern und morgen kommt ein Rauschen wie von tausend Roben im Festsaal, wie aus einer Fontäne im Garten, wie in einem Ohr, das dem eigenen Blutflusse lauscht. Laßt Euch nieder auf diesem Parkett. Verweilt unter diesem Dach. So oft schon tatet Ihr es. So oft noch werdet Ihr es tun. Und wenn dieser eine Herzschlag kommt, an dem Träume und Leidenschaften sich kreuzen dürfen hinweg über Zeit und Raum, dann müssen wir nicht verharren in bekannten Bewegungen, sondern dürfen noch einmal knien und danken und alles so betrachten, als wär's das erste Mal.

Freitag, 12. August 2016

Schönes Wetter!

estern habe ich einen kurzen Ausflug zum Leopoldsberg gemacht, um ein paar photographische Eindrücke von einem schönen Tag mit malerischem Himmel einzufangen. Bitte sehr:












Prälaten-Photos!

ndlich habe ich mal wieder Zeit, mich den wirklich wichtigen Dingen der Welt zu widmen. Folglich gibt es zuerst einmal eine kleine aber feine Auswahl von Kardinals-Photographien, auf welchen die Herren in würdiger Tracht abgebildet sind.





Im Fußball nennt man so etwas "Rudelbildung" (wobei hier weder Schiri noch gegnerische Spieler zu sehen sind...). Für Alles-genau-wissen-Woller: Der Prälat in der Mitte ist der Apostolische Legat in den USA, Amleto Cicognani, damals noch im Stande eines Erzbischofs. Daher weichen seine Gewänder farblich von denen der Kardinäle ab (purpur statt knallrot).

Donnerstag, 11. August 2016

Stifts-Photos...

eute bin ich am frühen Vormittag mit der Kamera im Anschlag über den Stiftsplatz und um das Stift herum spaziert und habe ein paar Bilder gemacht. Bitte schön:











Montag, 8. August 2016

Urlaubs-Nachbeben...

enn ich aus Franken zurück bin, dann benötige ich für das Verdauen bestimmter Eindrücke immer etwas länger. Besonders schwer im Magen liegt mir traditionell mein Lieblings-Schloß Pommersfelden, welches ich seit mittlerweile 26 Jahren kenne und regelmäßig besuche und welches sich immer wieder als besonders guter und treuer Urlaubs-Kumpel aufdrängt (wenn man das so sagen darf). Hilfreich ist natürlich auch die Tatsache, daß ich zum Bauherrn des Schlosses ebenfalls ein eher freundschaftliches Verhältnis pflege, weil Lothar Franz von Schönborn in meiner Phantasie (verifiziert durch diverse überlieferte Anekdoten) stets als Mensch auftaucht, der eben nicht nur Fürst und Bischof war, sondern auch Pfiffikus, Ulknudel, Neugieriger, Kindskopf und Leidenschaftsgetriebener, womit sich ein Mix ergibt, der mir außerordentlich sympathisch ist. Ich habe schon einmal an anderer Stelle geschrieben, daß ich im Schloß Weißenstein immer dieses seltene Gefühl habe, in einem Bau zu stehen, der zusammen mit seinem Bauherrn eigentlich eine Einheit bildet. Klar ist das Schloß heute noch beeindruckend und natürlich besitzt es eine ganz besondere, bei aller Pracht doch irgendwie einladende und augenzwinkernde Ausstrahlung. Aber die hat es eben nur, weil es genau diesen Bauherrn hatte. So richtig funktioniert hat Weißenstein als Schloß daher wohl nur in den Jahren, in denen Lothar Franz von Schönborn dort Hof hielt. Die berühmte Frage nach der historischen Persönlichkeit, die man gerne mal träfe, kann ich daher nur beantworten mit: Lothar Franz von Schönborn im Schloß Weißenstein zu Pommersfelden, wo er mir eine Privatführung gibt, bei der er mir das Schloß nicht erklärt, sondern vorlebt.

Genug geschwatzt. Hier gibt es jetzt ein paar Stiche des Schlosses von Salomon Kleiner:





Sonntag, 7. August 2016

Urlaubs-Nachklang...

nd weil ich noch ein wenig Sonne und Bamberg und Barock im Sinn habe, gibt es für die geneigten Hörer nochmal ein entsprechend sonnig-luftig-fluffiges Pop-Stückchen...

Hier geht's zum Stück, und so sieht das Cover aus: