Freitag, 22. Dezember 2017

Wenn Alice Weidel die Kirche viel zu nazi findet...

b und zu werde ich dann durch die eine oder andere Nachricht ja doch immer wieder gezwungen, auf meinem Blog auch mal keine Photos oder Musikstücke oder Textminiaturen zu veröffentlichen. Heutiger Anlaß ist ein facebook-Beitrag von Alice Weidel (AfD), in welchem sie sich beklagt, daß die Kirchen heute wieder die Rolle einnehmen, die sie bereits im Dritten Reich hatten, nämlich die der Unterstützer, Kollaborateure und Befürworter der Regierung.

Das lasse ich jetzt einfach mal so zum Auf-der-Zunge-zergehen-Lassen unkommentiert stehen.

Weidel ist zum Beispiel der Meinung, es sei die Aufgabe eines christlichen Kirchenmannes,
    "sich seiner Verantwortung gegenüber unserer christlich-abendländischen Kultur bewusst zu werden".

Als Vorbild dienen soll hier Clemens August Kardinal von Galen,
    "der seine Grundsätze über jegliche politische Ambitionen stellte - und heutigen Kirchenführern damit als Vorbild dienen sollte".

Ich kann Christus im Nacken förmlich spüren, wie er heftig und zustimmend nickt:
    "Exakt, liebe Frau Weidel! Es ging im Kern meiner Botschaft nie um etwas anderes als die christlich-abendländische Kultur. Und wenn ich mir von meinem Bodenpersonal überhaupt je etwas gewünscht habe, dann, daß es seine (und nicht etwa meine) Grundsätze über jegliche politische Ambitionen stellt".

Die Kommentare unter diesem Beitrag sind übrigens auch nicht von schlechten Eltern und haben folgenden, gar nicht widersprüchlichen Tenor:
    "Kirche scheiße, weil sie sich nicht um ihre Kernaufgaben schert, sondern sich in die Politik einmischt. Kirche auch scheiße, weil sie Flüchtlingen gegenüber barmherzig ist, anstatt sich in puncto Islamisierung in die Politik einzumischen".

Ein Bekannter kommentiert auf facebook:
    "Immer wenn man gerade denkt, die AfD könnte tatsächlich eine "Alternative" sein, kommen solche Aussagen, die einem vor der Bildung des Spitzenpersonals Angst und Bange werden lassen".

Bei mir war und ist es andersherum: Ich konnte an die AfD bisher nie als ernstzunehmende "Alternative" denken, weil Personal und Anhänger mir immer und immer wieder mit irgendwelchem "Bitte wähle nicht die AfD"-Slapstick kamen.

Mittwoch, 20. Dezember 2017

Klänge

oppla! Da habe ich doch vor einiger Zeit ein neues Musikstück hochgeladen und es bei facebook verlinkt und ganz vergessen, auch die Leser des Blogs darauf aufmerksam zu machen. Das will ich hiermit nachholen. Das Stück heißt "... und warten immer noch" und es ist ein wenig anders als das, was ich sonst so mache, geht eher in die Richtung Dark Ambient. Die höchstmögliche Hörempfehlung gibt es nicht trotzdem, sondern grade deswegen. Das Stück paßt mir seiner schweren, etwas feierlichen Atmosphäre auch ganz gut in die Adventszeit. Reinhören kann man wie üblich bei soundcloud.

Montag, 11. Dezember 2017

Schwarz/Weiß-Photos

ch habe in den vergangenen Wochen auf facebook einen ganzen Haufen von Schwarz/Weiß-Bildern gepostet. Wie üblich gibt es für alle Leser, die sich nicht auf facebook herumtreiben jetzt diese Bilder als geballte Ladung in einem Beitrag.














Sonntag, 15. Oktober 2017

Wirklichkeitsfluch(t)

ch lehne mich mit dem Rücken gegen die Zeit und spreche die Zauberworte. Der Riß ist klein, aber zuverlässig. Mit dem nötigen Druck zwinge ich mich hindurch und lasse mich durch die Jahre fallen. Ich lande auf einer saftig-grünen Wiese. Ich lande in einem totenstillen Schützengraben. Ich lande in klarem seichtem Wasser. Ich lande unter einem stumpfen Henkersbeil. Ich lande an einer reich gedeckten Tafel. Ich lande in einer aufgebrachten Menschenmenge. Ich lande auf einem sanft behauchten Gipfel. Endlich lande ich in einer schaukelnden Kutsche. Auch die Vergangenheit hat unschöne Realitäten, welche die Unmittelbarkeit ihrer jeweiligen Gegenwart nutzen, um hämisch grinsend ihre gezückten Pläne und ihre gewetzten Zukünfte anzubieten. Doch wo die Phantasie frech ist, die Lust auf Vertrautes groß und die Sehnsucht nach morgen begrenzt, dort lasse ich mich auf weichen Polstern und Kissen gerne tragen durch die unentschlossene Natur eines herbstlichen Nachmittags, dem Licht der Lüster und dem Klang der Gläser entgegen, hinein in das zauberhaft gequälte Rauschen. Die Gesellschaft ist ein wenig schlaff, ein wenig übersättigt. Aber nie zu frei von Furcht oder Dünkel, mich nicht entweder als ihren Herrn oder ihren Untergebenen zu behandeln. Ich bin behütet genug, beides mit großem Vergnügen zu leben. Mir ist es einerlei. Ich habe in der Vergangenheit Deine Gegenwart noch immer gefunden, sei es an Höfen oder in Kloaken. Natürlich und ehrlich und ein für alle Mal: Der Glanz und der Überfluß und die Sorglosigkeit sind mir dort immer lieber als der Schmutz und der Mangel und die Qual. Doch wer weiß schon, wie er für seine Herrlichkeit einst zu bezahlen hat? Immerhin: Oft genug erbarmt sich Gott der Reichen, der Prassenden, der Luxuriösen und schmettert sie noch zu ihren Lebzeiten in den Untergang, um sie später nicht zu streng richten zu müssen. Nun erkenne ich Dich noch. Bald ich sehe Dich nicht mehr. Und dann kommen die Fragen.

Montag, 9. Oktober 2017

Lothar Franz von Schönborn in weiteren Häppchen (VIII)

In diesem achten Teil meiner zweiten Lothar Franz von Schönborn-Serie taucht ein Auszug aus einem Brief des Kurfürsten an seinen Lieblingsneffen auf, den ich im zweiten Teil der Serie bereits zitiert habe. Da er aber in der neuen Quelle ausführlicher wiedergegeben ist, soll er hier noch einmal Platz finden.

urios" war das Lieblingswort des Kurfürsten Lothar Franz. Es findet sich, wo ihn etwas - vorab Künstlerisches - warm werden läßt. Dann nennt er es "curios": sein Treppenhaus in Pommersfelden und seine Sala Terrena, das Gewölbe dieses Gartensaals und die Hängung seiner Galerie, seine Spiegelkabinette in Gaibach und Pommersfelden und noch vieles andere. "Curios" konnte aber auch eine abnorme Blüte sein, eine in der Reife um Monate verfrühte Frucht, die ihm der Gärtner sandte, kurz alles und jegliches, was ihn als Gegenstand begeisterte. "Curios" war eine Betrachtungsweise, vielleicht eine Brille des mitteleuropäischen Barockmenschen. "Curios" war das über das Alltägliche und Längstbekannte Hinausgehende, war interessant und amüsant, war aufmunternd und konnte und sollte vielleicht dabei ruhig aus dem Rahmen fallen. "Curios" nannte hier der Barock das Barocke in seiner eigenen Zeit - beinahe möchte man sagen, mit "curios" ersetzte der Barock das damals noch unbekannte Wort "barock".

Die Freude am Kuriosen wurzelt sicher in demselben Untergrund wie der kraft- und saftvolle Humor der Zeit. Hier aber war Lothar Franz ein König, und selbst wenn er nicht einer der größten Bauherren des Barock gewesen wäre, so verdiente er sich schon durch den Witz seiner Briefe ein Denkmal in der Kulturgeschichte des Barock.

Zum echten Humor gehört, daß man alles verstehen und alles verzeihen kann und daß man sich selbst nicht so wichtig nimmt, um sich von der skeptischen und humorigen Betrachtung auszunehmen. Wie aufschlußreich ist da der Briefwechsel, den der Kurfürst mit seinem Lieblingsneffen, dem Reichsvizekanzler Friedrich Carl von Schönborn zu Wien führt und dem gegenüber Lothar Franz dabei manchmal ganz fein seine abweichende "Laissez vivre - Auffassung" zu verstehen gibt; am schlagendsten wohl in jenem Brief vom 24. August 1718, wo er schreibt: "Der Herr Reichsvizekanzler moralisiert in seinem Brief vom 17. überaus wohl und wenn man all' unser Tun und Lassen wohl "considerieren" will, so ist es freilich "au pied de la lettre" nicht anders; unterdessen sind wir Menschen und so beschaffen, daß wir allezeit in dergleichen verfallen werden, und wie könnten die Künstler und andere Handwerksleut, die doch Gott auf dieser Welt haben will, bestehen, wann er nicht zugleich Narren werden ließe, die sie ernähren täten, insonderheitlich doch der Mensch "ordinaire" mehr auf das Gegenwärtige als auf das Zukünftige zu reflektieren pfleget. Und so scheinet es auch dem Grafen von Hoyos [der sich durch Bauen und Luxus ruiniert hatte] ergangen zu sein, welcher noch viele Kameraden auf der Welt hat und deren alle Zeit, so lange sie steht, haben wird, und ich glaube nicht zu fehlen, wenn wir beide uns hierin als ein "exempel dieser morale" vorstellen wollten." - Lothar Franz's feiner Humor wandelte z.B. auch in seinen Briefen die Schreibweise des französischen Architekten Boffrand von "Boffran" allmählich zu "Bau Franc" [schöner Franzose] ab.

[Aus Heinrich Kreisel, Das Schloß zu Pommersfelden, Mainfränkische Hefte, Hirmer Verlag München, 1953]
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Das "curiose" Spiegelkabinett im Schloß Weißenstein zu Pommersfelden

Montag, 2. Oktober 2017

Aus alt mach neu

as neue Stück ist ein altes. Ich habe nämlich eines meiner ersten Teile, Taxi bei Nacht, etwas aufpoliert. Den "Solo"-Teil habe ich gleich an den Anfang gezogen und dafür einen zweiten, solo-artigen Teil eingefügt. Drums und Bass wurden ein wenig gepimpt (unter anderem gibt es jetzt im "eigentlichen" Teil auch Hi-Hat), ein paar neue Klang-Ideen habe ich draufgeklatscht, zwei drei alte Tonspuren gelöscht und dann im Rausch gleich mal 2:40 Minuten Hörvergnügen draufgepackt. Mir gefällt das Stück jetzt besser, obwohl auch die alte Version irgendwie noch ihren Charme hat. Auf meinem Autofahr-Mix-USB-Stick sind jedenfalls beide Stücke drauf. Ein neues Cover habe ich natürlich auch gestaltet. Das Ergebnis könnt Ihr Euch wie immer bei Soundcloud unter diesem Link reinziehen.

Donnerstag, 28. September 2017

Lothar Franz von Schönborn in weiteren Häppchen (VII)

reude und Interesse an der Gartenkunst waren dem Kurfürsten ganz besonders eigen, die Sorge um Anlage und Ausgestaltung seiner Parks zieht sich durch alle Regierungsjahre. Neben dem Vergnügen an der architektonischen Natur der geschorenen Hecken und ausgezirkelten Beete geht die Liebhaberei für Wasserkünste einher, die deshalb in Pommersfelden in großer Mannigfaltigkeit angelegt wurden, und schließlich auch die Genugtuung über Nutzen und Ertrag der Obst- und Gemüsezucht; über dreitausend Orangen lieferte die Pommersfeldener Orangerie jährlich für die Hoftafel; die im Seehof überschüssigen Erträge wurden an die Bedürftigen verschenkt.

Der Kurfürst hatte direkte Verbindung mit dem Oberintendanten der königlichen Gärten in Versailles und interessierte sich für alles, selbst für den richtigen Schnitt der Obstbäume. Unter den kurfürstlichen Nepoten hatte sich Rudolf Franz Erwein besonders in dieses Metier eingelebt; er beschäftigte in seinem Wiesentheider Mustergarten den bekannten David Fülke, der durch ein illustriertes Gartenbuch von sich reden machte.

Auch im Briefwechsel mit dem Lieblingsneffen in Wien spielten Gärten, Wasserkünste, Orangerien und Blumen ein große Rolle. Lothar Franz liest etwa bewundernd von den gelben Lilien, die der Vizekanzler in seinem österreichischen Landschloß gezüchtet hat, und schildert ihm wiederum den schönen Abend, den er eben am Rheinufer in der Favorite, mitten in einem unendlich farbenprächtigen Ranunkelflor, verbringt. "Hier stehe ich alle Morgen um 5 Uhr auf", schreibt er üben den Tageslauf in seinen Gärten, "gehe ein paar Stunden im Garten herum, ebenso nachmittags und abends, und zwar mit dem größten Vergnügen von der Welt, von Herzen wünschend, daß der Herr Vetter (d.h. der Neffe) vierzehn Tage bei mir wäre".

[Aus Kat. Ausst. Kurfürst Lothar Franz von Schönborn - Gedächtnisausstellung zur 300-Jahr-Feier seines Geburtstages, Neue Residenz Bamberg 1955, Bamberg 1955]
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Blick auf die Gesamtanlage der Villa Favorite in Mainz, Stich von Salomon Kleiner, 1726

Donnerstag, 7. September 2017

"Best of"-Photos

ch habe seit fast einem Jahr gar keinen Beitrag mehr veröffentlicht, in dem ich einen kleinen - idealerweise repräsentativen - Querschnitt durch die in der Zwischenzeit auf facebook veröffentlichten Photos gebe. Also mache ich das jetzt. Die insgesamt 20 Bilder sind nicht völlig willkürlich ausgewählt, werden hier aber nicht streng chronologisch oder nach Ort oder nach Art gepostet, sondern wild durcheinander. Viel Vergnügen!




















Samstag, 2. September 2017

Erwischt!

as sich auf diesem "Was sie damals so trieben"-Gemälde des Franzosen Cesare Agostino Detti (1847-1914) nun so ganz genau abspielt, das kann ich auch nicht sagen. So viel scheint klar: Ein Kardinal macht in Begleitung einer hübschen, jungen Dame einen Spaziergang, die bei Erschöpfung Abhilfe schaffende Kutsche immer in angemessen-sicherer Entfernung. Die Beiden treffen auf zwei weitere zarte, junge Geschöpfe und einen jungen, in schwarz geleideten Herrn, welcher aber ganz offensichtlich zu diesem Zeitpunkt und an dieser Stelle von seiner Eminenz so ganz und gar nicht erblickt werden möchte, hält er doch mit besorgter Miene seinen Hut vor das Gesicht und verbirgt sich hinter den beiden ihn begleitenden Damen.

Und jetzt ist die Phantasie des Betrachters gefragt. Zwar drängt sich der junge Mann trotz schwarzer Kleidung nicht unmittelbar als Geistlicher auf, da er kein Beffchen sondern ein Jabot trägt. Andererseits wäre ein nicht-geistlicher Herr in Begleitung zweier farbenfroh gekleideter, junger Damen sicherlich ebenfalls etwas unschwärzer gewandet. Ist also vielleicht der so ertappt Wirkende ein für die geistliche Laufbahn auserkorener Neffe des Kardinals, der sich in diesem Moment eigentlich seinem Studium oder seinem Gebet widmen sollte, der aber stattdessen munter mit zwei holden Geschöpfen sich die Zeit vertreibt?

Oder ist in Wirklichkeit seine Eminenz der Ertappte? Hält es sich bei der Begleitung des Kardinals vielleicht um eine stadtbekannte Tabernakelschwalbe, die sich mit bambiaugigem Umgarnen rotgewandeter Herren die Zeit vertreibt, dabei kunstvoll den ein oder anderen Kopf verdreht und sich so diverse kostbare Geschenke klarmacht? Möchte am Ende der Neffe dem Onkel die Peinlichkeit ersparen, von ihm in Begleitung der Dame ertappt worden zu sein?

Wir werden es nicht erfahren, aber wir können uns jede nur menschenmögliche Geschichte zu diesem wunderbaren Gemälde ausdenken.


P.S.: Bonuspunkte für den interessiert zuschauenden Hund, der sich wahrscheinlich schon denkt: 'Boah! Wenn ich das heute Abende den Jungs erzähle...'

Lothar Franz von Schönborn in weiteren Häppchen (VI)

llein mit der Errichtung des Schlosses als Kunstwerk von höchstem Niveau hat sich Lothar Franz Graf von Schönborn ein Denkmal gesetzt, auch wenn dies nicht von ihm beabsichtigt gewesen wäre. Eine Besonderheit bei Pommersfelden bildet aber die Tatsache, daß sich der Bauherr, erfüllt von seiner überragenden Stellung im Alten Reich und stolz auf das von ihm im Leben Erreichte, von Anfang an mit dem Bauwerk selbst ein "Epitaph", ein Zeichen des Gedenkens, schaffen wollte. Mit der Erhaltung und Pflege des Schlosses über die Jahrhunderte hinweg entwickelte es sich, weit darüber hinaus, im Lauf der Generationen, zugleich auch zu einem Monument für die ganze Familie der Grafen von Schönborn.

Pommersfelden wurde, wie eingangs erwähnt, als privates Schloß geplant, in das sich der Kurfürst, nach den oft aufreibenden Dienstgeschäften als Regent, Bischof und Inhaber mehrerer Reichsämter, zurückziehen konnte. Doch machte diese Privatheit das Schloß nicht zu einer Eremitage, also zu einem Ort völliger Zurückgezogenheit. Nach Anlage und Anspruch war es vielmehr stets auch auf Außenwirkung bedacht, als geistiges und kulturelles Zentrum, als Ort der Repräsentation sowie als Empfangsstätte für hohe und höchste Besucher. Es hatte vom Selbstbewußtsein eines Bauherrn Zeugnis abzulegen, dem es gelungen war, ein Kaiserpaar zusammenzuführen und eine Kaiserkrönung, gegen manche Widerstände, durchzusetzen, und der sich deshalb, über seine Positionen als Bischof, Fürst und Erzkanzler hinaus, in eine ungewöhnliche Nähe zu Kaiserpaar und Kaisertum gestellt sah. Eine solche, dem Zeitalter des Barock geläufige Selbsteinschätzung, die ihre stärkste und bekannteste Ausprägung in der Vorstellung des Herrschers als roi soleil, als Sonnenkönig, in Frankreich erfuhr, schlug sich in Pommersfelden in zahlreichen, über das ganze Schloß verteilten Bildnissen seines Erbauers nieder, sowie in vielen Allegorien, die auf ihn anspielen. Das gilt insbesondere für die häufigen Verbildlichungen des Herkules, des großen griechischen Helden, der stets als Personifikation des Bauherrn anzusehen ist - Hercules imperii (Herkules des Reiches) nannten ihn die Zeitgenossen.

[Werner Schiedermair: Schloß Weißenstein als Geschichts- und Kulturdenkmal, in: Schloß Weißenstein zu Pommersfelden, Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg, 2. überarbeitete Auflage, 2011]
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